Direktantwort: Mehrere Kartenspeicher für unterschiedliche Etagen sind bei so gut wie allen aktuellen LiDAR-Saugrobotern mit App-Steuerung Standard — darunter alle in unserer Datenbank erfassten Modelle von Roborock, Dreame, Ecovacs, Eufy und Narwal. Der eigentliche Unterschied zwischen den Modellen liegt nicht in der reinen Kartenanzahl, sondern darin, ob du eine Station pro Etage brauchst und wie lange der Akku für große, zusammenhängende Flächen reicht.
Warum “mehrere Karten” allein kein Unterscheidungsmerkmal mehr ist
Vor einigen Jahren war die Fähigkeit, mehrere Stockwerkskarten zu speichern, ein Premium-Feature. Heute bieten praktisch alle Modelle mit App-Anbindung diese Funktion — auch günstigere Geräte wie der Roborock Q5 Max+ oder der TP-Link Tapo RV30 Plus. Die tatsächlich kaufentscheidenden Fragen für Mehretagen-Haushalte sind andere:
- Brauche ich eine eigene Station pro Etage, oder trage ich den Roboter zwischen den Etagen?
- Reicht die Akkulaufzeit für die Gesamtfläche aller Etagen an einem Reinigungslauf?
- Erkennt der Roboter automatisch, auf welcher Etage er sich befindet, oder muss die Karte manuell ausgewählt werden?
Zwei Etagen, eine Station: Roboter tragen
Die günstigste Lösung: Eine Station steht auf der Haupt-Etage, der Roboter wird für den Einsatz auf der zweiten Etage manuell dorthin getragen und lädt dort ohne Station direkt am Netzteil oder wird nach dem Lauf zurückgetragen. Fast alle aktuellen Modelle erkennen automatisch, dass sich der Grundriss geändert hat, und bieten in der App eine passende (neue oder gespeicherte) Karte an. Nachteil: Ohne Station keine automatische Entleerung, Mopp-Wäsche oder Ladung auf der zweiten Etage.
Zwei Stationen, ein Roboter, oder zwei Roboter?
Eine zweite komplette Station (inklusive Wisch-Waschfunktion) für dasselbe Robotermodell anzuschaffen ist bei den meisten Herstellern offiziell nicht vorgesehen beziehungsweise nicht regulär im Handel als Zubehör erhältlich — die Station ist in der Regel fest mit einem Robotermodell gekoppelt. In der Praxis lösen Mehretagen-Haushalte das Problem meist so: ein vollausgestattetes Modell für die Haupt-Etage plus ein einfacherer, günstigerer Zweit-Roboter (z. B. Reinsauger ohne Station) für die zweite Etage.
Akkulaufzeit bei großer Gesamtfläche
| Hersteller | Modell | Max. Saugdauer laut Hersteller | Konfidenz |
| Roborock | Saros 10 | 220 min | Mittel |
| Ecovacs | Deebot X11 OmniCyclone | 369 min | Mittel |
| Narwal | Freo X Ultra | 210 min | Mittel |
| Roborock | Q5 Max+ | 240 min | Mittel |
Herstellerangaben zur Laufzeit gelten meist für den leisesten Saugmodus auf Hartboden — bei mehreren Etagen mit Teppich und höherer Saugstufe fällt die reale Laufzeit in der Praxis niedriger aus. Für Wohnflächen über 150–200 m² empfiehlt sich generell ein Modell mit Zwischenladung während des Laufs statt eines einzigen Dauerlaufs.
Was wir (noch) nicht verlässlich belegen können
Die maximale Anzahl speicherbarer Etagenkarten pro App wird von Herstellern selten explizit und einheitlich kommuniziert (Angaben schwanken in Foren zwischen “unbegrenzt” und konkreten Zahlen wie 4). Wir markieren diesen Wert daher als nicht verlässlich verifiziert, statt eine Zahl zu schätzen, und aktualisieren die Seite, sobald belastbare Herstellerquellen vorliegen.
FAQ
Erkennt der Roboter automatisch, auf welcher Etage er ist?
Bei den meisten aktuellen Modellen ja — die App gleicht den neu erfassten Grundriss mit gespeicherten Karten ab und schlägt die passende automatisch vor. Bei sehr ähnlichen Grundrissen (z. B. baugleiche Etagen in einem Neubau) kann es zu Verwechslungen kommen.
Brauche ich für jede Etage eine eigene Station?
Nein, notwendig ist das nicht. Ohne Station auf der zweiten Etage fehlen dort aber automatische Entleerung, Mopp-Wäsche und Nachladen — der Roboter muss manuell getragen und ggf. an ein einfaches Ladekabel angeschlossen werden.
Zuletzt aktualisiert: September 2026 | Datenquellen: Herstellerangaben, unabhängige Testdatenblätter (smarthomeassistent.de) | Verwandte Artikel: Welcher Saugroboter eignet sich für Altbauwohnungen?