Aktuell*

Vodafone verlängert Ankaufprämie · Pixel-Update bringt neue KI-Funktionen · Powerbanks im Test

Smart Home — September 7, 2026

Welche Saugroboter funktionieren ohne Kamera?

techracker — 2 Min Lesezeit

Direktantwort: Aktuell bestätigt ohne RGB-Kamera und ohne dToF-/SLAM-Kamera navigieren unter anderem der SwitchBot K10+, der Roborock Q5 Max+ und der TP-Link Tapo RV30 Plus. Alle drei setzen ausschließlich auf LiDAR (LDS, Laserdistanzsensor) zur Navigation — das ist keine Kamera, sondern ein rotierender Laser-Entfernungsmesser ohne Bildaufnahme.

LiDAR ist keine Kamera — der wichtigste Unterschied

Viele Nutzer verwechseln LiDAR mit einer Kamera. Ein LiDAR-Sensor (Light Detection and Ranging) misst Entfernungen über Laserlicht-Reflexionen und erzeugt daraus eine Karte aus Punkten und Linien — er nimmt keine Bilder auf und kann keine Fotos oder Videos der Wohnung erzeugen. Eine RGB-Kamera dagegen macht echte Bildaufnahmen, meist zur Objekterkennung (Kabel, Spielzeug, Schuhe) oder für Fernzugriffs-Funktionen in der App. Wer aus Datenschutzgründen keine Kamera in der Wohnung möchte, kann trotzdem ein Modell mit präziser LiDAR-Navigation wählen.

Modelle ohne Kamera im Vergleich

HerstellerModellNavigationRGB-KameraWischfunktionStationKonfidenz
SwitchBotK10+LDS (LiDAR)NeinJa (Feuchttücher)Absaugstation, 26,1 × 21,0 × 32,3 cmHoch
RoborockQ5 Max+LDS (LiDAR)NeinNein (reiner Sauger)Absaugstation, 30,5 × 44,0 × 42,5 cmHoch
TP-LinkTapo RV30 PlusLDS (LiDAR)NeinJaAbsaugstation vorhandenHoch

Konfidenz “Hoch” bedeutet: Die Angabe stammt aus einem strukturierten technischen Datenblatt, das explizit “keine Kamera (RGB)” und “keine Kamera (dToF/SLAM)” ausweist. Bei Herstellerseiten ohne explizite Verneinung gilt eine Kamera-Abwesenheit nur dann als bestätigt, wenn ein unabhängiger Test sie ausdrücklich bestätigt.

Modelle mit unklarer oder widersprüchlicher Datenlage

Für einige oft als “kamerafrei” beworbene Modelle wie den Roborock Q8 Max fanden wir widersprüchliche Angaben: Die offizielle Produktseite nennt keine Kamera, ein unabhängiges Testdatenblatt führt dagegen “Kamera / strukturiertes Licht” als Hinderniserkennung auf. Solche Modelle listen wir hier bewusst nicht als bestätigt kamerafrei, bis die Datenlage eindeutig ist.

Was bedeutet das für den Datenschutz?

Kein Kamerasensor bedeutet: keine Bildaufnahmen, die theoretisch in der Cloud landen oder bei einem Datenleck sichtbar werden könnten. Das eliminiert nicht automatisch jedes Datenschutz-Thema — auch reine LiDAR-Karten und Bewegungsdaten werden bei den meisten Modellen in eine Hersteller-App bzw. -Cloud übertragen, sofern keine lokale Steuerung genutzt wird. Wer vollständig ohne Cloud-Zwang arbeiten möchte, braucht zusätzlich ein Modell mit lokaler Steuerungsoption — das ist ein separates Kriterium.

FAQ

Ist LiDAR eine Kamera?

Nein. LiDAR misst Entfernungen per Laser und erzeugt eine Punktkarte, keine Bilder. Eine RGB-Kamera nimmt dagegen echte Fotos oder Videobilder auf.

Werden bei LiDAR-Modellen trotzdem Bilder gespeichert?

Bei den drei hier gelisteten Modellen laut Datenblatt nicht, da schlicht kein Kamerasensor verbaut ist. Kartendaten (Grundriss, Möbelposition) werden aber weiterhin erfasst und meist über die App synchronisiert.

Verzichten kamerafreie Modelle auf Hinderniserkennung?

Teilweise ja. Der Roborock Q5 Max+ hat laut Hersteller keine aktive Objekt-Hinderniserkennung — ein bewusster Kompromiss für den niedrigeren Preis. SwitchBot K10+ und Tapo RV30 Plus nutzen Infrarot- bzw. Stoßsensoren statt Kamera-Objekterkennung.

Zuletzt aktualisiert: September 2026 | Datenquellen: Herstellerangaben, unabhängige Testdatenblätter (smarthomeassistent.de) | Verwandte Artikel: Saugroboter mit LiDAR ohne Kamera im Vergleich · Die flachsten Saugroboter 2026

Werbeplatz 320 × 50×