Direktantwort: Die meisten aktuellen Mittel- und Oberklasse-Saugroboter speichern drei bis vier Karten. Am meisten schaffen Roomba-Modelle von iRobot mit bis zu 10 Karten. Aktuelle Roborock-Modelle und die Flaggschiffe von Dreame und Ecovacs kommen in der Regel auf vier Karten, günstige Einsteigergeräte oft nur auf eine oder zwei. Wichtig: Die genaue Zahl steht selten im Datenblatt, sie hängt vom Modell und vom Firmware-Stand ab.
Speicherbare Karten nach Hersteller
| Hersteller | Modelle | Speicherbare Karten | Automatische Etagenerkennung | Konfidenz |
| iRobot | Roomba mit Imprint Smart Maps (i-, j- und s-Serie) | bis zu 10 | ja | Mittel |
| Roborock | aktuelle S8-, Qrevo- und Saros-Modelle | 4 | ja | Mittel |
| Roborock | S4, S5 Max, S6 (ältere Generation) | 3 | per Firmware-Update nachgerüstet | Hoch |
| Dreame | Flaggschiffe wie L40 Ultra, X40 Ultra, X50 Ultra | 4 (Dreame selbst nennt 4 bis 5) | ja | Mittel |
| Dreame | Mittelklasse | teils nur 3 | je nach Modell | Niedrig |
| Ecovacs | Deebot X-Serie (Flaggschiffe) | 4 | ja | Mittel |
| Ecovacs | Deebot T-Serie | 3 | ja | Mittel |
| Eufy, Yeedi u. a. | Einsteigermodelle | 1 bis 2 | meist nein | Niedrig |
Konfidenz „Hoch“ bedeutet: Der Hersteller nennt die Zahl selbst in seiner Support-Dokumentation. „Mittel“ steht für Werte aus unabhängigen Fachportalen, die sich mit Herstellerangaben zur Etagenfunktion decken, ohne dass der Hersteller die genaue Kartenzahl offiziell beziffert. „Niedrig“ markiert grobe Richtwerte. Wer ein bestimmtes Modell im Blick hat, findet die tatsächliche Grenze in der App unter der Kartenverwaltung.
Mehrere Karten sind nicht automatisch mehrere Etagen
Ein Detail, das in vielen Produktbeschreibungen untergeht: Roborock weist in seinem Support ausdrücklich darauf hin, dass die drei speicherbaren Karten älterer Modelle wie S5 Max und S6 anfangs nicht für verschiedene Etagen gedacht waren. Die eigentliche Multi-Floor-Funktion kam erst später per Firmware-Update. Heute listet Roborock die Etagenfunktion unter anderem für S4, S5 Max, S6, S7, S8, Qrevo, Q8 Max und Q5 Pro. Beim Kauf eines älteren oder sehr günstigen Geräts lohnt es sich also, gezielt nach „Multi-Floor“ oder „Mehretagen-Karten“ zu suchen und nicht nur nach „Kartenspeicherung“.
So erkennt der Roboter, auf welcher Etage er steht
Saugroboter haben keinen Höhenmesser. Sie erkennen die Etage am Grundriss: Nach dem Umsetzen scannt der Roboter mit seinem LiDAR-Sensor die Umgebung, vergleicht das Ergebnis mit den gespeicherten Karten und lädt die passende. Das dauert laut Fachportalen meist 5 bis 15 Sekunden. Ähneln sich zwei Etagen stark, etwa übereinanderliegende Wohnungen mit gleichem Schnitt, kann die Zuordnung danebengehen. Die Position der Ladestation hilft dem Roboter dann als Orientierungspunkt.
Wie viele Karten brauche ich?
- Wohnung auf einer Ebene: Eine Karte reicht. Kartenspeicher ist hier kein Kaufkriterium.
- Maisonette oder Reihenhaus mit zwei Etagen: Zwei Karten, praktisch jedes Modell mit Multi-Floor-Funktion genügt.
- Einfamilienhaus mit Keller und Dachgeschoss: Rechne mit drei bis vier Karten. Wer zusätzlich ein Gartenhaus oder Büro mitreinigen will, landet schnell bei vier und mehr.
Vorsicht bei Treppen: Kein gängiger Saugroboter fährt selbst von Etage zu Etage. Man trägt ihn nach oben oder unten. Ohne zweite Station saugt er dort nur so lange, wie der Akku reicht, und kann weder absaugen noch Mopps waschen. Mehr dazu im Ratgeber Welcher Saugroboter funktioniert auf mehreren Etagen?.
Tipp: Karten sauber anlegen
Die erste Kartierung entscheidet, wie zuverlässig die Etagenerkennung später läuft. Roborock nennt dafür vier Bedingungen, die sich auf andere Marken übertragen lassen: Kartenspeicherung in der App aktivieren, die Fahrt an der Station starten, die ganze Etage bei offenen Türen abfahren lassen und den Roboter selbstständig zur Station zurückkehren lassen. Erst danach geht es auf die nächste Etage. Räume sollten auf jeder Karte eindeutig benannt werden, also zum Beispiel „OG Bad“ statt nur „Bad“, damit Reinigungspläne nicht durcheinandergeraten.
FAQ
Muss auf jeder Etage eine Ladestation stehen?
Nein. Der Roboter kann auch ohne Station auf einer anderen Etage reinigen, er muss nur geladen sein. Absaugen, Mopp-Wäsche und automatisches Nachladen funktionieren aber nur an der Station. Manche Hersteller verkaufen für diesen Fall eine einfache Zusatz-Ladestation.
Kann ich eine Karte löschen und neu anlegen?
Ja, bei allen großen Herstellern geht das in der App. Das ist sinnvoll nach einem Umbau oder wenn die Etagenerkennung immer wieder die falsche Karte lädt. Zonen, Sperrbereiche und Zeitpläne der gelöschten Karte gehen dabei verloren.
Wird die Karte auf dem Roboter oder in der Cloud gespeichert?
Meist beides: Der Roboter hält die Karte lokal, die App synchronisiert sie über die Cloud des Herstellers. Wer möglichst wenig Daten beim Hersteller haben möchte, sollte vor dem Kauf prüfen, ob sich das Gerät auch ohne Cloud-Konto betreiben lässt.
Zuletzt aktualisiert: September 2026 | Datenquellen: Roborock-Support (Kartenspeicher und Multi-Floor-Modelle), Dreame-Blog, unabhängige Vergleichsportale (robovacguide.com, haushalts-ratgeber.de) | Verwandte Artikel: Saugroboter für mehrere Etagen, Saugroboter für Altbauwohnungen