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Smart Home — Oktober 27, 2026

Testcheck Roborock Qrevo S Pro: Wie gut ist der günstige Bestseller? Das sagen die Tests

techracker — 5 Min Lesezeit

Direktantwort: Der Roborock Qrevo S Pro ist nach den veröffentlichten Tests ein guter Saug- und Wischroboter für Wohnungen mit viel Hartboden, aber kein Allrounder. Seine Stärken sind die zuverlässige LiDAR-Navigation, die gute App und eine Station, die die Wischmopps mit 75 Grad heißem Wasser wäscht und anschließend trocknet. Klare Schwächen zeigen die Tests bei Tierhaaren, langen Haaren an der Bürste, hohem Teppich und bei der Erkennung kleiner Gegenstände wie Kabeln oder Socken. Bei der Wischleistung gehen die Urteile weit auseinander. Im Oktober 2026 kostet er rund 400 Euro, die UVP liegt bei 599,99 Euro.

Testergebnisse im Überblick

KriteriumErgebnis in den TestsEinordnung
Saugen Hartbodenüberzeugend, Schmutz wird kaum verstreutgut
Saugen Teppich81 Prozent eingearbeiteter Sand, auf dickem Badvorleger nur 13,4 von 30 Grammbefriedigend
Tierhaare43 Prozent eingedrücktes Tierhaar aufgenommen, Durchschnitt 82 Prozentschwach
Lange Haare62 Prozent der Haare um die Bürste gewickeltschwach
Wischenje nach Test von sehr gut bis ausreichendumstritten
Hinderniserkennunggroße Hindernisse sicher, Kabel und Socken werden überfahrenschwach bis befriedigend
Navigationpräzise und schnell, auch im Dunkelngut
Schwellenbis 2 cm zuverlässigbefriedigend
Akkubis 180 Minuten, rechnerisch rund 139 m² pro Ladunggut
Gesamtnotenvon „gut“ (83 von 100 Punkten) bis „befriedigend“ (2,9)gut bis befriedigend

Techracker hat den Qrevo S Pro nicht selbst getestet. Die Tabelle fasst veröffentlichte Tests deutscher und internationaler Fachmedien und Testlabore aus dem Jahr 2026 zusammen. Die Testaufbauten unterscheiden sich, die Werte sind deshalb nur eingeschränkt vergleichbar. Wo sich die Tests widersprechen, nennen wir die Quelle im Text.

Was steckt im Qrevo S Pro?

Der Qrevo S Pro kam im Frühjahr 2026 als Nachfolger des QV 35A auf den Markt. Roborock gibt 18.500 Pa Saugkraft an, mehr als doppelt so viel wie beim Vorgänger. Der Roboter ist mit Laserturm 9,65 Zentimeter hoch, navigiert per LiDAR und wischt mit zwei rotierenden Pads, die sich auf Teppich um 10 Millimeter anheben. Die Station leert den 330-Milliliter-Staubbehälter in einen 2,7-Liter-Beutel, der laut Hersteller bis zu 65 Tage reicht, wäscht die Pads mit bis zu 75 Grad heißem Wasser und trocknet sie mit 45 Grad warmer Luft. Frischwasser fasst sie 4 Liter.

Gespart hat Roborock an der Ausstattung, die teurere Modelle auszeichnet: Es gibt keine automatische Reinigungsmitteldosierung, die Seitenbürste fährt nicht aus, die Mopps werden bei reinen Saugfahrten nicht in der Station abgelegt, und als Hauptbürste dient eine einzelne Gummiwalze.

Stärken laut den Tests

  • Navigation: Der Laserturm kartiert eine Wohnung von rund 90 Quadratmetern in etwa 10 Minuten und arbeitet auch im Dunkeln genau. Vacuum Wars misst eine überdurchschnittlich effiziente Flächenleistung.
  • Stationshygiene: Heißwasserwäsche und Warmlufttrocknung der Pads waren bis vor Kurzem Funktionen der Oberklasse. Der Vorgänger wusch noch mit kaltem Wasser.
  • App: Die Tester loben die Roborock-App einhellig, mit Zeitplänen, Sperrzonen, mehreren Karten, Teppich-zuerst-Modus und Matter-Unterstützung.
  • Akku: Mit rund 139 Quadratmetern pro Ladung reicht er für die meisten Wohnungen in einem Durchgang.

Schwächen laut den Tests

  • Tierhaare und lange Haare: Hier liegt die größte Lücke. Im Labortest nahm er nur etwa die Hälfte des durchschnittlichen Werts an eingedrücktem Tierhaar auf, und fast zwei Drittel der langen Testhaare wickelten sich um die Bürste.
  • Hoher Teppich: Auf dichtem Flor blieben in mehreren Tests Schmutz und vor allem Haare zurück. Dünne Läufer erkennt und reinigt er dagegen zuverlässig.
  • Kanten und Ecken: Weil Seitenbürste und Mopps fest sitzen, bleibt an Wänden ein schmaler Streifen ungewischt, und auch beim Saugen erreicht er Kanten nicht vollständig.
  • Schwellen: Mehr als 2 Zentimeter schafft er nicht zuverlässig. In Altbauwohnungen mit hohen Türschwellen ist das ein Ausschlusskriterium.

Wo sich die Tests widersprechen

Wischen: Bei keinem Kriterium liegen die Urteile so weit auseinander. Vacuum Wars misst im Fleckentest 149 Punkte bei einem Durchschnitt von 108 und sieht den Qrevo S Pro damit sogar knapp vor dem teureren Dreame L40s Ultra. home&smart lobt, dass die Pads fast alle Flecken inklusive eingetrocknetem Kaffee entfernt haben. netzwelt vergibt für die Wischleistung dagegen nur eine 3,9: Eingetrockneter Ketchup verschwand auch nach zwei gründlichen Durchgängen nur teilweise, angetrockneter Quark hinterließ Schlieren. Unser Fazit: Alltagsflecken wie Kaffee schafft er gut, hartnäckigen, fettigen oder klebrigen Schmutz eher nicht in einer Runde.

Hinderniserkennung: netzwelt beschreibt die Erkennung selbst bei kleinen Gegenständen als zuverlässig, Kabel überfuhr der Roboter dort aber. Bei Vacuum Wars umfuhr er nur 5 von 24 Parcours-Objekten, der Durchschnitt liegt bei 16. Deskmodder berichtet, dass Stuhlbeine und Schuhe sauber umfahren, Kabel, Socken und kleines Spielzeug aber überrollt werden. Plane ein, vor jeder Fahrt aufzuräumen.

Gesamtnote: home&smart vergibt 83 von 100 Punkten und eine klare Kaufempfehlung, netzwelt nur ein „befriedigend“ (2,9). Der Unterschied erklärt sich vor allem über die Wischleistung und den sparsamen Lieferumfang, den netzwelt mit 4,5 bewertet.

Für wen eignet sich der Qrevo S Pro?

Am besten passt er in eine kleine bis mittlere Wohnung mit Fliesen, Laminat oder Parkett, flachen Läufern und ohne haarende Haustiere. Dort spielt er seine Stärken aus: zuverlässige Navigation, eine wartungsarme Station und solides Wischen von Alltagsschmutz zu einem Preis um 400 Euro. Lebt bei dir ein Hund oder eine Katze, hast du lange Haare im Haushalt oder viel Teppich, ist er die falsche Wahl. Dann lohnt es sich, für ein Modell mit Anti-Tangle-Bürste und Kamera-Hinderniserkennung mehr auszugeben. Vacuum Wars nennt den Dreame L40s Ultra als direkten Konkurrenten, der bei Tierhaaren und Teppich deutlich besser abschneidet.

FAQ

Hat der Qrevo S Pro eine Kamera?

Nach den Angaben in den Tests von home&smart und Deskmodder nicht. Er navigiert per Laserturm und erkennt Hindernisse über Sensoren in der Front. Das schont die Privatsphäre, erklärt aber, warum er flache Gegenstände wie Kabel und Socken oft nicht erkennt.

Was ist der Unterschied zum Qrevo S und zum QV 35A?

Der Qrevo S Pro hat deutlich mehr Saugkraft und wäscht die Pads mit heißem statt kaltem Wasser. Navigation, Wischsystem und Bauform sind weitgehend gleich geblieben.

Kann ich Reinigungsmittel verwenden?

Ja, aber nur von Hand. Eine automatische Dosierung gibt es nicht, du gibst das Reinigungsmittel selbst in den Frischwassertank. Achte darauf, ein vom Hersteller freigegebenes Mittel zu nehmen.

Zuletzt aktualisiert: Oktober 2026 | Techracker hat das Gerät nicht selbst getestet. Ausgewertete Tests: netzwelt, home&smart, Deskmodder, Vacuum Wars | Verwandte Artikel: Welche Saugroboter verheddern lange Haare am wenigsten?, Welcher Saugroboter eignet sich für Teppich und Hartboden?, Welcher Saugroboter erkennt Kabel am besten?

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